DNS-Server unter Windows Server 2012 R2 konfigurieren

Im ersten Artikel wurden die AD DS installiert und der Server zum Domänencontroller hochgestuft. Für das Active Directory ist ein einwandfrei funktionierendes DNS unerlässlich. Damit Rechnernamen korrekt aufgelöst werden und die Clients den Domaincontroller und andere Dienste finden, müssen wir im nächsten Schritt den DNS-Server unter Windows Server 2012 R2 konfigurieren.

Dieser Artikel ist Teil der Artikelserie „Active Directory unter Windows Server 2012 R2 installieren und konfigurieren“.

DNS-Server unter Windows Server 2012 R2 konfigurieren

Öffne den „Server-Manager“ und wähle im Menü „Tools > DNS“.

DNS-Manager öffnen

Während der Server zum Domaincontroller hochgestuft wird, wird zwar eine Forward-Lookupzone aber keine Reverse-Lookupzone erstellt. Klicke mit der rechten Maustaste auf „Reverse-Lookupzonen“ und auf „Neue Zone“.

Neue Reverse-Lookupzone erstellen

Die Einstellungen können beibehalten werden, da es sich um den ersten DNS-Server handelt. Es wird eine „Primäre Zone“ erstellt.

Es wird eine Primäre Zone erstellt

Die Zone soll auf alle DNS-Servern in dieser Domäne repliziert werden

Die Zone soll auf alle DNS-Servern der Domäne repliziert werden

Da im Netzwerk ausschließlich IPv4-Adressen genutzt werden, wird „IPv4 Reverse-Lookupzone“ ausgewählt

IPv4 Reverse-Lookupzone erstellen

Nun muss die Netzwerk-ID angegeben werden.

Netzwerk-ID angeben

Nur sichere dynamische Updates werden erlaubt. Damit dürfen nur AD-Clients die eigenen DNS Records aktualisieren.

Nur sichere dynamisch Updates zulassen

Die Reverse-Lookupzone ist nun erstellt. Der Assistent kann mit einem Klick auf „Fertig stellen“ geschlossen werden.

Reverse-Lookupzone wurde erstellt

 

Nachdem die Reverse-Lookupzone erstellt wurde, muss in der Forward-Lookupzone auf dem „Host (A)“-Eintrag des Domaincontrollers der Haken bei „Entsprechenden Zeigereintrag (PTR) aktualisieren“ gesetzt werden.

"Host (A)"-Eintrag in der Forward-Lookupzone öffnen

Durch setzen des Hakens wird der Zeiger (PTR) des Domaincontrollers automatisch in der Reverse-Lookupzone angelegt.

Haken bei "Entsprechenden Zeigereintrag (PTR) aktualisieren" setzen

Der DNS-Server kann nun interne Adressen auflösen. Liegt der Namensraum außerhalb der eigenen Domäne, kann der DNS-Server diese Adressen nicht auflösen, da er für diesen Namensraum nicht zuständig ist. Damit auch Adressen außerhalb der eigenen Domäne aufgelöst werden können, muss der DNS-Server die Anfrage an einen externen DNS-Server weiterleiten. Klicke dazu im DNS-Manager mit der rechten Maustaste auf den Server und wähle „Eigenschaften“.

Eigenschaften öffnen

Im Reiter „Weiterleitungen“ klickst du auf „Bearbeiten“, um die IP-Adresse(n) des / der Weiterleitungsserver(s) anzugeben.

IP-Adresse des Weiterleitungsservers angeben

Neben den DNS-Servern des ISPs kann hier beispielsweise auch ein Google-DNS-Server eingetragen werden. In einer Produktivumgebung sollten nicht weniger als zwei Weiterleitungsserver angegeben werden, da diese i. d. R. schneller Antworten als die Rootserver.

Der Weiterleitungsserver ist hinterlegt

Wird kein Weiterleitungsserver eingetragen oder antwortet dieser nicht, wird die Anfrage an die Root-Nameserver weitergeleitet. Diese sind im Reiter „Stammhinweise“ hinterlegt.

Unter "Stammhinweise" sind die Root-Nameserver hinterlegt

Damit veraltete DNS-Einträge nach einer gewissen Zeit automatisch gelöscht werden, sollte die „Alterung“ aktiviert werden.

Klicke dazu mit der rechten Maustaste auf den Server und wähle „Alterung/Aufräumvorgang für alle Zonen festlegen…“.

Alterung/Aufräumvorgang für alle Zonen festlegen

Setze den Haken bei „Veraltete Ressourceneinträge aufräumen“ und klicke auf „OK“.

Veraltete Ressourceneinträge aufräumen

Damit die Einstellungen auf alle vorhandenen Active-Directory-integrierten Zonen angewendet werden, muss der Haken dafür gesetzt werden.

Diese Einstellungen auf alle vorhandenen Active Directory-integrierten Zonen anwenden

Auf dem Server muss nun noch der „Aufräumvorgang“ aktiviert werden, damit die veralteten Einträge automatisch entfernt werden. Klicke mit der rechten Maustaste auf den Server und wähle „Eigenschaften“.

Eigenschaften des Servers öffnen

Im Reiter „Erweitert“ muss der Haken bei „Aufräumvorgang bei veralteten Einträgen automatisch aktivieren“.

Aufräumvorgang bei veralteten Einträgen automatisch aktivieren

Die Alterung kann bei Bedarf auch nur für bestimmte Zonen aktiviert werden.

Klicke mit der rechten Maustaste auf die entsprechende Zone und wähle „Eigenschaften“.

Eigenschaften der Forward-Lookupzone öffnen

Wähle im Reiter „Allgemein“ anschließend „Alterung…“.

"Alterung..." im Reiter "Allgemein" öffnen

Setze den Haken bei „Veraltete Ressourceneinträge aufräumen“.

Veraltete Ressourceneinträge aufräumen

Damit ist die Grundkonfiguration des DNS-Servers abgeschlossen. Im nächsten Artikel geht es ebenfalls um eine nicht zu vernachlässigende und wichtige Komponente: die Uhrzeit.

 

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3 Antworten

  1. 28. Februar 2018

    […] Directory grundlegend benutzbar ist, müssen noch ein paar Konfigurationen vorgenommen werden. Im nächsten Artikel geht es mit der Konfiguration des DNS-Servers […]

  2. 28. Februar 2018

    […] Nachdem im ersten Artikel die AD DS installiert und konfiguriert wurden, ist der Domaincontroller funktionsfähig. Damit das Active Directory grundlegen benutzbar ist, müssen noch ein paar Konfigurationen vorgenommen werden. Damit Rechnernamen korrekt aufgelöst werden und die Clients den Domaincontroller und andere Dienste finden, müssen wir den DNS-Server unter Windows Server 2012 R2 konfigurieren. […]

  3. 28. Februar 2018

    […] Grundeinrichtung des DNS-Servers haben wir im letzten Artikel abgeschlossen. Damit künftige Clients unserer Domäne diesen DNS-Server auch als Primären […]

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